I am reality

 
 

Frisch vermählt betritt unser Pärchen den urbanen Raum. Auf dem Weg zum gemeinsamen Eigenheim muss noch schnell das Hochzeitsbett her. Gekauft, bezahlt, geschultert. Ein unpassender Witz zur Absurdität des Unternehmens und schon ist das Begehren vergangen und der Betrug unverzeihlich: Das Passwort geklaut, und einen Blick in ihr Second Life gewagt. Sich daran aufgegeilt. Und es in solch einem sensiblen Moment auf die Strasse gekotzt. Ein Streit, in dem das Private nach Außen gekehrt und die Öffentlichkeit in die innersten Gefühlswelten der beiden Zugang bekommt. Das Wechselspiel zwischen Exhibitionismus und Scham lässt die Zuschauer ihr voyeuristisches Potenzial erleben. Jetzt wird gespielt. Mit Passworten! Und den Folgen, die sie mit sich bringen. Mit Geheimnissen und Vorlieben.  

Just married… our couple enters the urban space. On the way home the wedding bed has to be quickly bought, payed and shouldered. An inappropriate joke about the absurdity of their action and the desire is gone and the fraud unforgivable. The password is pinched and he can risk a gaze in her Second Life. Getting horny with it and then vomiting it on the street in such a sensitive moment.

An argument in which privacy is opened for outsiders and they get access to the inner world of the couples feelings. The interplay between exhibitionism and shame allows the spectators to experience their own voyeuristic potentials. Now the game is on. With passwords! Including the results which are involved. Including the secrets and the preferences.

 

Idee/Performance/Ausstattung: Ini Dill, Daniel Drabek

Dramaturgie: Di Huyen vo Dieu

Foto: Thomas Jacoby

Produktion: die elektroschuhe

Dank an Casarrodante (Montevideo) Residenz-2015 und an Dock 11 Berlin


27.Mai 2016, 17h, 18h,19h, Performing-Arts-Festival zwischen dem Eingangsbereich des Poco Möbelmarkts und dem Vorplatz der Amerika Gedenkbibliothek, Blücher Platz 3,10961 Berlin


Im Rahmen des Performing Arts Festival Berlin, 23.-29. Mai 2016, perfromingarts-festival.de

Das Performing Arts Festival Berlin wird veranstaltet vom LAFT Berlin in Kooperation mit den Spielstätten Ballhaus Ost, HAU Hebbel am Ufer, Sophiensæle und Theaterdiscounter. Das PERFORMING ARTS FESTIVAL BERLIN des LAFT Berlin wird gefördert durch das Land Berlin – Senatskanzlei (Kulturelle Angelegenheiten) aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Programm "Stärkung des Innovationspotentials in der Kultur II (INP II)“.